Ertönt es aus dem Dachboden der verlassenen Villa unweit des Chetwaldes und knapp angrenzend an den Mooren. Diesen Ort bevorzugte er, diesen Ort liebte er. Ceth - der Mann mit der gespaltenen Zunge hat ein narbengespicktes Gesicht und trägt zwei Dolche, für einige mehr für andere weniger sichtbar an leichtgesetzten Schlaufen seines Gürtels, doch die in Burgund gesetzte Robe ist sein Merkmal - schützt ihn dieser dunkelrote Ton auch im Dunkeln. Er kommt und kommt nicht, denn würde man in seiner Nähe stehen so ereilt einen das Gefühl dort stünde niemand und wenn man ihn anfasst würde man meinen, ja würde man meinen man fasse einen leblosen Körper an. Seine Haut stets von schuppenartigen Fetzen übersäht, was wohl nur alte vertrocknete Haut zu sein scheint - doch sind das nicht seine einzigen Eigenarten die ihn begleiten - diesen einsamen Mann der einen Ort allein durch seine Präsenz 'einsam' erscheinen lässt.
Einzig das Lispeln...
Einzig das Lispeln wäre noch zu erwähnen. Das Lispeln das ihn markiert ihn auszeichnet ihn prägt, ja...ihn wie ein Mal begleitet.
Ceth, der Name den er sich wohl selbst gab - weist doch sein Aussehen nicht darauf hin er wäre hier, hier aus dem Breeland. Ebensowenig aus dem Süden oder Osten.
Woher dieser Mann stammt ist unbekannt, doch was weitaus interessanter ist: Wie alt ist er?
Zeugt seine Haut doch schon davon, dass er geschätzt 50 Jahre ist - sein Körperbau ist jedoch der eines jugendlichen in seinem besten Athletenalter. Verschrumpelt blickt er nun aus seinem einzigen Fenster im Dachboden. Nacheinander blinzelt er mit den Augen, abwechselnd. Seine Zunge, wie von selbst - tatsächlich von mit einem Einschnitt in der Mitte verziert- streift wie aus einem Reflex über die Lippen, während das Mondlicht,welche die einzige Quelle für Licht ist, seine widerliche Haut erhellt.
Seine Augenfarbe ist stechend grün - die Haare - nicht vorhanden. Keine Augenbrauen.Keine Wimpern. Blass ist er jedoch nicht - doch hat seine Haut einen Ton, der gar befremdlich aussieht,ja gar
...unmenschlich.
Auf einem Tisch in der dunklen Ecke gegenüber des Fensters liegt ein Schreiben - darauf eine Unterschreift. Neben dem Pergament der Federkiel, noch benässt von der grünlichen Tinte.
Plötzlich ist der Raum leer, die Schrift vom Tische genommen.
Er scheint verschwunden.
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