Erdrückend by Chowy Yatas
Schwüle Hitze- Heiße Straße
Heiße Gemüter -Leere Straße
Was ist nur los.
Unerträglich drückend unter der Kapuze, eng scheint sie heute, fesselnd.
Wo ist die Freiheit?
Ihre Schritte hallen heute nicht, nein heute ist alles anders auch wenn es täglich der selbe Trott ist.
Tagein, tagaus der selbe Trott. Die Reise scheint nah, eine Reise in das Ungewisse. Weiß sie doch
nicht was ihr dort blüht.
-Weißkopf-
Sie hebt ihr Haupt und blickt blinzelnd in die Sonne, die ihre ganze Macht nutzt um sie heute zu
erdrücken. Höhnisch strahlt sie am blauen Himmel. Höhnisch lachend, ist sie, die herauf blickt, doch
gerade alleine. Nichtmals ein Schatten scheint sich zu der jungen Frau gesellen zu wollen.
-Reise...wird es die Reise geben - ist doch jeder Schritt gerade ungewiss.
Blinzelnd sieht sie wieder zur Straße, lang erscheint sie, so unendlich lang. Der Torbogen in der
Ferne flimmert leicht durch die erhitzte Luft. Ein einsamer Reiter ist zu sehen, mehr schemenhaft
als wahr.
Wie unwirklich erschien es ihr gerade, wie taub.
Mitten auf der Straße stehend wendet sie sich, der Blick zur Taverne.
- Unwirkliche Nacht... unwirklicher Tag-
Doch der Tag existierte ebenso wie diese ungeliebte Nacht. Ihre Schüler erinnerten sie nur zu gut
daran. Auch der schmerzende Arm. In Gedanken war sie unachtsam.
Unachtsamkeit bringt Schmerz, zu viele Gedanken bringen Schmerz, zu viele Fragen bringen
Schmerz.
- Wann lerne ich es-
Die eigene Stimme im Kopfe ratlos, scheint es ihr doch unerreichbar. Sie weiß, dass dies ihre eigene
Klinge ist mit der sie sich schneidet, doch wer hilft ihr, wer wird ihr zeigen wie sie diese richtig nutzt
ohne sich oder den ihren zu Schaden?
Wieder geht ihr Blick herauf, zornig funkelt sie der Sonne entgegen.
- Hör auf zu lachen-
Ihre Hände ballen sich zu Fäusten, fest geschlossen knirschen die Handschuhe. Sie weiß nicht was
das in ihr ist was sie spürt. Es scheint alles still zu sehen, die Welt verwischt und zieht als
verschwommener Schatten an ihr vorbei.
Sekunden, Minuten, Stunden.
Schall und Rauch.
Langsam bewegt sie sich weiter, ein Schritt, ein weiterer. Fliehend von ihrem verachtenden Blick
sucht sie die vollen Gassen. Verbergend, untertauchend bis sie, sie nicht mehr sieht.
Leer auch nur eine Scheme des Tages in der flackernden Hitze. Leer und deshalb erdrückt.
Kraftlos sich treiben lassend. Stunden lang ohne Aussicht auf etwas das sie hält. Immer weiter auf
der Flucht, die sie am Ende gewinnt. Die Sonne, müde ihrer Verfolgung verlässt den Horizont.
Langsam weicht sie von ihrer triumphierenden Herrschaft; mit sich zieht sie das Licht das wie eine
dichte Decke auf Chowy lag. Keine Decke der Geborgenheit, eine erstickende Decke. Die eines
schleichenden Todes.
-die Hitze geht....doch ich bestehe immer noch-
Endlich wagt sie sich heraus aus der gesichtslosen Masse. Der Blick wieder zum Himmel gerichtet
wie sie langsam die Stufen der Gelehrtengasse herauf schreitet. Das für sie heute bedrohliche
Abendrot schwindet, die sanften kühlen Farben der Nacht verteilen sich, wie Farben eines
Künstlers auf einem feuchten Blatt.
Ihr Blick senkt sich wieder, gerade aus geht er. Erneut scheint alles um sie zu verschwimmen.
Dort bei den Bäumen auf der Terrasse, da sieht sie ihn:
Den erste Stern des Abends
Ein erstes Lächeln
Ihre Freiheit
Hoffnung Liebe
Server: Belegaer
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